Kinder & der Tod

Kinder trauern anders. Wie können wir Erwachsene  ihnen am besten helfen? 

Wie unterstützen wir Sie, wenn ein Kind gestorben ist?

Wenn Kinder trauern

Kinder gehen ganz anders mit dem Verlust eines Menschen um als wir Erwachsenen. Häufig machen wir den Fehler, die Kinder vor allem Negativen in Schutz nehmen zu wollen.

Wir wollen Ihnen hier einige Wege aufzeigen, mit Kindern bei einem Verlust umzugehen.

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Helfen Sie Ihrem Kind, den Verlust zu begreifen

Aus unserer Erfahrung kann das Abschied nehmen von der verstorbenen Person dem Kind helfen, den Tod zu begreifen. 
 
Der Sarg kann geschlossen oder offen sein. Das entscheidet das Kind selbst mit den Eltern in der jeweiligen Situation. Wichtig ist dem Kind vorher die Situation zu erklären, es mit einzubeziehen und den Raum, in dem der Abschied stattfindet, vorher zu beschreiben. So kann das Kind sich ungefähr vorstellen, was es in dem Raum zu erwarten hat. Wir lassen dadurch die Kinder durch unsere Augen schauen. 
 
Ebenfalls können die Kinder kreativ mit einbezogen werden. Der Sarg oder die Urne kann gemeinsam mit Fingerfarben oder Stiften und Aufklebern gestaltet werden. Ebenfalls können Bilder für die verstorbene Person gemalt und als Beigabe mitgegeben werden. So schaffen die Erwachsenen Rituale für die Kinder, die ihnen beim Trauern helfen können. 

Gemeinsam handeln in einer schweren Zeit

Der Tod lässt sich für Kinder oft in Form von Büchern und klaren Aussagen verständlicher darstellen. Die Fragen der Kinder sollten unbedingt zugelassen und ernst genommen und ehrlich und klar beantwortet werden.
 
Kinder haben ein anderes Verständnis für den Tod und stellen sich den Tod meist gar nicht so grausam vor, wie die Erwachsenen es empfinden. Gerade deshalb sollten verschönte Bezeichnungen, wie ein Mensch ist eingeschlafen, unbedingt vermieden werden, da Kinder dann Angst vorm Schlafen haben könnten, da sie damit in Verbindung bringen, nicht wieder aufzuwachen. 
Kinder spüren die Trauer der Erwachsenen, auch wenn sie nicht mit einbezogen werden. Dadurch malen sie sich selbst ein schlimmes Bild vom Tod aus. Sie sollen lernen, dass trauern und traurig sein erlaubt und in Ordnung ist. Es ist nichts, was unterdrückt oder versteckt werden muss. 
 
Über allem steht aber, dass die Kinder niemals zu etwas gezwungen werden sollten. Nach Absprache mit den Kindern können Sie ganz viel mit einbezogen werden oder eben auch nicht. Aber es darf nichts gegen den Willen des Kindes geschehen. 

Nehmen Sie Ihre Kinder ernst und sprechen Sie die Dinge behutsam an

Jedes Kind reagiert wie auch jeder Erwachsene auf unterschiedliche Weise auf den Tod. Häufig ist es schwierig, genau die richtigen Worte zu finden. Versuchen Sie daher, ihrem Kind das Thema zwar kindgerecht, aber eben auch ehrlich beizubringen. Das Bild, welche sich Kinder vom Tod formen, wird wesentlich von dem Bild, dass die Erwachsenen vom Tod haben und vermitteln, geprägt.

Wichtig ist, dem Kind zu behutsam zu vermitteln, dass der Tod etwas Endgültiges ist und die Person nicht wiederkommen wird. Und das wir alle diesen Weg einmal gehen werden.

Auf beschönigende Vergleiche und Ausdrucksweisen sollte dabei verzichtet werden. Kinder verstehen häufig die Zusammenhänge noch nicht, die uns Erwachsenen geläufig sind, und stellen evtl. falsche Kausalzusammenhänge her.

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Wenn Kinder sterben

Der Tod eines Kindes bringt jeden Menschen an seine Grenzen. Egal, ob nach wenigen Stunden, Wochen oder Jahren. Mit dem Kind sterben oft auch die Hoffnungen der Eltern.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Sie in dieser Situation besonders zu begleiten. Wir sind rund um die Uhr für Sie da. Die Formalitäten übernehmen wir, damit Sie Zeit für den Abschied haben. 

Sie können Ihr Kind mit uns anziehen. Sie können mit uns oder alleine Sarg oder Urne gestalten. Wir begleiten Sie dabei, so viel Sie es möchten. Bei uns haben Sie dazu alle Zeit, die Sie brauchen.

Sophie Krüger hat 2020 eine Zusatzausbildung absolviert, um Familien, die ihr Kind verloren haben, in dieser Zeit bestmöglich zu betreuen. 

Wir schaffen Erinnerungen

Wir helfen Ihnen dabei, die Zeit mit Ihrem Kind so wertvoll wie möglich zu gestalten. Wir unterstützen Sie, diese Momente zu erleben und festzuhalten.

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Sternenkinder

Wenn ein Kind still geboren wird.

Sternenkinder sind fehl- oder totgeborene Kinder mit einem Gewicht von unter 1000 g.

Diese Kinder sind nicht bestattungspflichtig. Es gibt jedoch die Möglichkeit einer gemeinsamen Bestattung. Diese wird mit einer Trauerfeier durch den Verein Verwaiste Eltern und Geschwister Hamburg eV auf dem Öjendorfer Friedhof durchgeführt. 

Die Eltern können sich aber auch für eine individuelle Beisetzung entscheiden. Auf einigen Friedhöfen gibt es liebevoll angelegte, spezielle Themengrabstätten für Sternenkinder.

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DIE BESTATTUNGSARTEN

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