Hospize in Hamburg

Zuletzt aktualisiert: 20.10.2025
Leuchtender Lichtstrahl im unscharfen Hintergrund

Was ist ein Hospiz?

Ein stationäres Hospiz ist eine Einrichtung zur Begleitung unheilbar erkrankter Menschen. In Deutschland gibt es ca. 240 stationäre Hospize sowie mehr als 1500 ambulante Hospizdienste.

Ursprung und Bedeutung der Hospizbewegung

Die moderne Hospizbewegung hat die Verbesserung der Situation Sterbender zum Ziel. Dies erreicht sie durch Sterbebegleitung im Sinne der Palliative Care. Ihren Anfang nahm sie in den 1960er Jahren in England, wo die Krankenschwester und Ärztin Cicely Saunders das erste stationäre Hospiz im heutigen Sinne gründete. Weiter Ziele sind die Integration von Sterben und Tod in das Leben und die Verbesserung der Situation der Angehörigen.

Die Hospizbewegung kann als ein Gegenentwurf zur Technisierung der modernen Apparatemedizin gesehen werden. Ihr Ziel ist nicht vorrangig, das Leben unheilbar kranker Menschen zu verlängern. Stattdessen möchte sie ihnen die verbleibende Zeit so angenehm und schmerzfrei wie möglich gestalten. Dazu hat der deutsche Palliativmediziner Christoph Student 2004 ein Konzept der Sterbe- und Trauerbegleitung entwickelt, nach denen sowohl stationäre Hospize als auch ambulante Hospizdienste arbeiten.

In Aachen entstand 1986 das erste stationäre Hospiz in Deutschland. Es folgten weitere, die sich zumeist fast ausschließlich durch Spenden finanzierten. Unterstützt wurden sie von ehrenamtlichen Mitarbeitern.

1992 wurde der Deutsche Hospiz- und PalliativVerband (DHPV) ins Leben gerufen. Dieser konnte erreichen, dass eine gesetzliche Grundlage zur gesicherten Finanzierung der Hospizarbeit geschaffen wurde. Darum und durch die steigende Nachfrage steigt die Zahl der stationären Hospize in Deutschland kontinuierlich an.

Was kann ein Hospiz leisten?

Beim Abstimmen des Termines legen wir mit Ihnen fest, wo wir uns treffen werden. Auf den meisten Friedhöfen ist dies an der dem Grab nächstgelegenen Kapelle. Dies gibt Ihnen die Möglichkeit, anzukommen und den Verstorbenen/die Verstorbene sprichwörtlich den letzten Weg zu begleiten. Sie haben aber auch die Möglichkeit, sich mit uns direkt an der Grabstelle zu treffen. Zum vereinbarten Termin treffen wir mit der Urne dort ein. Wenn alle Trauergäste da sind, gehen wir nun gemeinsam zur Grabstelle. In der Regel werden wir dabei von einem Mitarbeiter/einer Mitarbeiterin des Friedhofes begleitet. Diese schließen nach der Beisetzung die Grabstelle wieder. Dies kann im Beisein der Angehörigen geschehen. Sie haben aber auch die Möglichkeit, die Grabstelle vor dem Schließen wieder zu verlassen.

Am Grab angekommen, setzen wir die Urne dort bei. Dies können Sie aber auch selbst tun. Sie haben auch die Möglichkeit, die Urne zur Grabstelle zu tragen. Sprechen Sie uns einfach im Vorwege darauf an.

Nach der Beisetzung haben die Trauergäste die Gelegenheit, sich am offenen Grab zu verabschieden. Sie können Erde oder Blumen hinterherwerfen. Auch ein Brief darf mit in das Grab gegeben werden.

Stationäre Hospize in Hamburg

Ein stationäres Hospiz ist eine Pflegeeinrichtung für unheilbar Erkrankte. Einen stationärer Hospizaufenthalt kann nur ein Arzt verordnen. Diese Bescheinigung benötigt das Hospiz, damit die Krankenkasse die Kostenübernahme bewilligen kann. Das Gesetz sieht vor, dass die Krankenversicherung 95 Prozent der zuschussfähigen Kosten eines stationären Hospizes trägt. Die restlichen 5 Prozent werden nach wie vor durch Spenden erbracht. Der Patient zahlt seine Selbstbeteiligung an Arzneien und Hilfsmitteln, sofern er oder sie nicht von Zuzahlungen befreit ist.

In Hamburg gibt es die folgenden stationären Hospize:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren

  • Service im Fokus: Der Erblotse

    Hilfe im Erbfall – klar, verständlich und Schritt für Schritt Ein Todesfall bringt nicht nur Trauer, sondern oft auch eine Fülle an organisatorischen und rechtlichen Aufgaben mit sich. Gerade das Thema Erbe ist für viele…
  • Neu auf dem Bergedorfer Friedhof

    Das Kolumbarium – ein stiller Ort der Erinnerung in der alten Leichenhalle. Mit dem Umbau der historischen Leichenhalle bei Kapelle 1 wird auf dem Friedhof Bergedorf ein besonderer Raum neu belebt: das Kolumbarium. Es ist…
  • Eine einzigartige Art der Urnenbeisetzung: Die Wasserurne

    Es gibt nun Wasserurnen auf dem Friedhof in Hamburg-Ohlsdorf – einem Ort des Gedenkens und der Ruhe inmitten der Natur. Der Friedhof Ohlsdorf in Hamburg, der größte Parkfriedhof der Welt, bietet seit Kurzem eine besondere…
  • 5 Dinge, die ich heute regeln kann

    Die wenigsten Menschen beschäftigen sich gern mit dem eigenen Lebensende. Und doch ist es ein großes Geschenk – für sich selbst und für die, die bleiben –, wenn man rechtzeitig vorsorgt. Nicht alles muss sofort…
  • Echt & Offen

    Ein Sonntag für echte Einblicke beim Tag der offenen Tür bei Bestattungen Krüger Was macht ein Bestattungsunternehmen eigentlich aus? Wer arbeitet dort – und wie sieht ein moderner Abschied heute aus? Was geschieht eigentlich mit…
  • Wenn aus Asche ein Baum wird

    Tree of Life – was bedeutet das konkret? Es gibt Bestattungsformen, die besonders berühren, weil sie nicht nur Abschied bedeuten, sondern zugleich Hoffnung in sich tragen. Die „Tree of Life“-Bestattung ist eine solche Möglichkeit. Sie…