
Kontaktadressen für Angehörige und Interessierte
Verstirbt ein Mensch, so ist dies ein langer Weg für ihn und die Angehörigen. Dieser beginnt häufig lange vor der Kontaktaufnahme mit dem Bestatter und endet auch nach der Beisetzung nicht. Hier haben wir Ihnen Adressen zusammengestellt von Leuten, die vorher helfen können und danach.
Der Tod ist nie gleich
Der Tod ist anders. Manchmal ist er langsam und braucht Monate oder Jahre, um sein Werk zu vollenden. Manchmal ist er schnell und reißt einen Menschen in kürzester Zeit aus dem Leben. So unterschiedlich der Tod in unser Leben tritt, so unterschiedlich gehen wir mit der Trauer um.
Was der Verlust mit uns macht
Der Tod eines Angehörigen konfrontiert uns immer auch mit unserer eigenen Sterblichkeit. Dies ist für die Angehörigen oft schwerer zu akzeptieren, als für den Sterbenden selbst. Die folgende Zeit ist häufig eine Achterbahnfahrt zwischen Resignation und immer wieder Hoffnung schöpfen.
Die ersten Schritte der Trauerarbeit
Irgendwann kommt dann der Moment, in dem der/die Sterbende und seine/ihre Angehörigen das Schicksal annehmen und akzeptieren. Hier beginnt oft schon die Trauerarbeit. Man beginnt, sich bewusst mit dem Unvermeidlichen zu befassen. Dabei treten dann oft praktische Fragen in den Vordergrund: Wie möchte ich sterben? Wo möchte ich sterben? Wie soll meine Bestattung aussehen? Was hilft mir auf diesem Weg? Bereits zu diesem Zeitpunkt können die Angehörigen sich Hilfe holen.
Was Palliativmedizin leistet
Die Palliativmedizin hat es sich zur Aufgabe gemacht, Sterben nicht verhindern zu wollen, sondern ein schmerzfreies, menschenwürdiges Sterben zu ermöglichen. Die Angehörigen können sich Rat beim Hospizdienst einholen. Dieser hat auch Kontakt zu den entsprechenden Ärzten.
Sterbebegleitung und Seelsorge
Auch gibt es die Möglichkeit einer professionellen Sterbebegleitung. Die größte Angst vor dem Tod entsteht häufig durch Nichtwissen. Nicht wissen um den Prozess des Sterbens und die Bedürfnisse des/der Sterbenden. Dieses gilt es zu verringern. Dies hilft, für den/die Sterbende:n da zu sein und selbst besser mit der Situation umgehen zu können. Auch die Kirchen bieten umfassende seelsorgerische Unterstützung an.
Ist der Tod eingetreten, so ist für die Angehörigen zunächst der Bestatter der nächste Ansprechpartner. Er organisiert die Trauerfeierlichkeiten und kümmert sich um alle Formalitäten.
Ein guter Bestatter hört dabei besonnen zu, nimmt sich Zeit und drängt die Angehörigen zu keiner Entscheidung. Ein guter Bestatter erkennt außerdem, wann die Angehörigen professionelle Hilfe in der Trauerbegleitung benötigen.
Gerade wenn der Tod nicht langsam in das Leben trat, sondern mit aller Wucht von einem Moment auf den anderen, ist eine geschulte Seelsorge oft von großem Nutzen.
Trauer braucht Zeit – und Möglichkeiten
Nach der Beisetzung des/der Verstorbenen gilt es, die Trauer und den Verlust irgendwie in den Alltag einbauen zu können. Auch hier gibt es die Möglichkeit, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen oder eine professionelle Trauerbegleitung zu kontaktieren. Trauer ist jedoch keine Krankheit. Und sie verläuft völlig individuell. Häufig weiß die trauernde Person am besten, was sie braucht oder auch nicht braucht. Wichtig ist nur, zu wissen, dass es diese Angebote gibt, damit man sie im Zweifel auch nutzen kann.

Timo Krüger
Geschäftsführer
Ambulanter Hospizdienst Bergedorf e. V.
Riehlstraße 64
21033 Hamburg
Telefon: 040 – 720 10 66 72
E-Mail: kontakt@hospizdienst-bergedorf.de
Ambulanter Hospizdienst Reinbek e. V.
Niels-Stensen-Weg 32
21465 Reinbek
Telefon: 040 – 78 08 98 60
Website: http://www.hospizdienst-reinbek.de
Vergiss Mein Nie – Trauerberatung & Erinnerungswerkstatt
Eimsbütteler Chaussee 71
20259 Hamburg
Telefon: 040 – 401 897 42
E-Mail: hallo@vergiss-mein-nie.de
Institut für Trauerarbeit (ITA) e. V.
Bogenstraße 26
20144 Hamburg
Telefon: 040 – 3611 1683
E-Mail: info@ita-ev.de
Sonntagsspaziergang für Trauernde durch die Boberger Dünen
Jeden letzten Sonntag im Monat (außer im Dezember) gehen kleine Gruppen Trauernder in Begleitung von Trauerbegleiter:innen einen gemeinsamen Spaziergang durch die Boberger Dünen. Unterwegs gibt es einen meditativen Halt, Gespräch oder auch Stille – und am Ende ein gemeinsames Kaffeetrinken im Restaurant „Boberger Dorfkrug“.
Willkommen sind Menschen aller Konfessionen und Nationen, sowie Interessierte ohne kirchliche Verbindung.
Anmeldung ist nicht erforderlich, jedoch gutes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung.
Treffpunkt: 13:30 Uhr in der Riehlstraße 64 am Gemeindehaus von St. Christophorus. Nähere Informationen erhalten Sie am Zeitschriftenstand (Sonntagsspaziergang für Trauernde).












