Trends: Die Ökologische Bestattung

Zuletzt aktualisiert: 04.12.2025
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Der Klimawandel ist durch die Corona-Situation zwar ein wenig in den Hintergrund gerückt. Aber auch die Pandemie ist das Ergebnis unserer bisherigen Lebensweise. Dies kommt auch immer mehr bei den Unternehmen der Wirtschaft an. Und auch vor der Bestattungs­branche macht dieser Trend zum Glück nicht Halt.

Unsere Erde ist endlich und auch die Ressourcen, welche wir nutzen, sind irgendwann aufgebraucht. Wir müssen uns umstellen und unser Leben versuchen, so nachhaltig wie möglich zu leben.

Doch wie kann dies auch nach dem Tod gesche­hen? Wie kann eine nachhaltige, klimaneutrale Be­stattung aussehen?

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Der Sarg

In Deutschland sind nur Särge aus Vollholz erlaubt. Hierbei kommt es zum Einen darauf an, um welche Holzart es sich handelt und woher das Holz stammt. Es gibt Holz aus nach­haltiger Forstwirtschaft. Auch die Transportwege spielen eine große Rolle. So ist ein Sarg aus schnellwachsenden Bambushöl­zern, welche aus Asien stam­men, eher weniger nachhaltig als ein Vollholzsarg aus heimisehen Hölzern, wie zum Bei­spiel Kiefer oder Eiche. Auch die Verarbeitung spielt eine große Rolle. So sollte auf löse­mittelhaltige Lacke und Kleber sowie auf Sargbeschläge aus Kunststoff oder Metall verzich­tet werden. Die Alternative ist ein unbehandelter oder geölter Holzsarg mit Beschlägen aus Holz oder Seil.

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Die Wäsche

Die Kleidung des verstorbenen Menschen sollte aus Baumwol­le, Leinen oder Seide bestehen. Kunstfasern sollten nicht ange­zogen werden.

Auch die Sargpolsterung sowie die Decke und das Kissen sollen biologisch abbaubar sein und keine Kunststoffe enthalten.

Die Einladungen

Die Einladung zur Trauerfeier kann auf Naturpapier gedruckt werden.
Oder die Gäste erhalten einen Einladungslink, so dass gar kein Papier verbraucht wird.

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Die Blumen

Die Blumen zur Trauerfeier können aus jahreszeitlichen Blumen bestehen, die in der Region wachsen. Dies spart häufig sogar Kosten. Außerdem werden heimische Betriebe unterstützt.

Alternativ zu Schnittblumen können für die Dekoration der Trauerfeier auch Pflanzblumen verwendet werden. Diese wer­den nach der Trauerfeier nicht entsorgt, sondern können auf der Grabstelle eingepflanzt werden.

Der Friedhof

Der Friedhof sollte in der Nähe liegen und eine gute Infrastruk­tur besitzen. Viele Friedhöfe sind gut mit den ÖPNV zu erreichen. Durch ihre reichhal­tige Bepflanzung sind sie gerade in der Großstadt grüne Oasen und leisten einen großen Bei­trag zur Biodiversität. Meist finden viele Arten an Bienen und Insekten eine gute Heimat.

Grüner Wald mit hölzernem Herz an Baum.
Bienengarten mit Insektenhotel und bunten Blumen

Das Grabmal

Das Grabmal sollte aus Steinen aus der Region bestehen. Viele Steine werden aus dem asiati­schen Raum importiert. Alter­nativ kann auch über ein Grabmal aus Holz nachgedacht werden. Hier sind immer auch die Gestaltungsvorschriften der jeweiligen Friedhöfe zu beach­ten.

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Die Feuerbestattung

Bei einer Einäscherung entste­hen viele Schadstoffe. Moderne Krematorien haben aufwendige Filteranlagen, welche die Schad­stoffe aus der Abluft filtern. Diese müssen natürlich trotz­dem später entsorgt werden. Der Bestatter kann das Krema­torium frei aussuchen.

Er sollte darauf achten, dass es sich in der Nähe befindet und möglichst moderne Filteranla­gen besitzt. Viele Krematorien beziehen ihren Strom mittler­weile aus nachhaltigen Quellen. Die Aschekapsel besteht in Deutschland heute aus biolo­gisch abbaubaren Materialien. Darauf sollte auch bei der Auswahl der Schmuckurne geachtet werden. So gibt es biologisch abbaubare Urnen aus unterschiedlichen Materiali­en. Dies kann unbehandeltes Holz oder auch Keramik sein (Keramikurnen werden unter der Temperatur von 500 °C gebrannt, wodurch sie im Erd­reich vergehen).

Wir alle können mit unserer Lebensweise und unseren Entscheidungen, die wir tagtäg­lich treffen, unsere Umwelt be­einflussen. Und wir alle können auch die Angebote der Wirt­schaft durch unser Kaufverhal­ten beeinflussen. Lassen Sie uns sofort damit anfangen. Damit wir auch unseren nachfolgen­den Generationen noch einen lebenswerten Planeten hin lassen.

Timo Krüger

Timo Krüger
Geschäftsführer

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